Primäre-Sekundäre- Tertiäre Gewaltprävention

Kurse

Diese Gewaltprävention Kurse richten sich in erster Linie an Personen, welche in ihrem beruflichen und oder privaten Alltag immer wieder mit Gewaltsituationen konfrontiert sind, oder sich prophylaktisch damit auseinandersetzen wollen und darin selbstwirksamer werden möchten.
Mit einem hohen Praxisbezug werden anwendungskompetent Wege zur Erkennung, Vorbeugung und Minderung von aggressiven und gewalttätigen Handlungsformen vermittelt. Der Kurs umfasst die folgenden drei Aspekte der Gewaltprävention:

Primäre Prävention – mit Selbstreflexion Gewalt vorbeugen

Aggressoren suchen sich Opfer und keine Kämpfer aus, so dass sie bei Gewaltanwendung auf keinen Wiederstand stossen. Verhaltensweisen wie z.B. ein unsicheres Auftreten, eine unentschlossene Stimme, ein abgewendeter Blick können dabei leicht als Anzeichen für Schwäche aufgefasst werden und Täter zur Anwendung von Gewalt motivieren. Bei der Primärprävention beginnt man bei sich selbst. Es werden das Entstehen und der Umgang mit dem eigenen Aggressionspotential reflektiert und die in angespannten Situationen meist unbewussten Verhaltensweisen vergegenwärtigt. Auf der Basis dieses Selbstbewusstseins können bessere Bewältigungsmöglichkeiten von Ärger und Wut erarbeitet werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Ausstrahlung und das Auftreten der Kursteilnehmenden durch eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dieser Thematik an gelassener Selbstsicherheit und souveräner Präsenz gewinnt. Ein starkes Selbstvertrauen – darin sind sich Fachleute einig – schützt vor gewaltsamen Übergriffen.

Lernziele Primäre Prävention:

  • Kritik, Beschwerden und "Anmache" nicht als Angriff zu empfinden

  • Erscheinungsformen und Ausprägungsgrade von Gewaltsituationen erkennen und unterscheiden können

  • sachlich bleiben bei Auseinandersetzungen trotz körperlicher und emotionaler Aufruhr

  • den Grund der Unzufriedenheit, Kritik und Anmache mit nachfragen herauszufinden

  • speziell in Pflegesituationen Klienten nicht als Gegner sehen

  • eine für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung erarbeiten

  • eigenes Verhalten in Gewaltsituationen reflektieren

Sekundäre Prävention – mit Selbstbehauptung Gewalt begegnen

Kommt es zu einem Konflikt, können ca. 85% aller Auseinandersetzungen durch bewusste Selbstbehauptung mittels überzeugendem Einsatz von Stimme, Mimik, Gestik, Haltung und adäquater Kommunikation erfolgreich bewältigt werden. Dabei werden Grenzen unmissverständlich gesetzt und auf deren bedingungslose Einhaltung unverrückbar beharrt. Wirkungsvolle Selbstbehauptung zeugt von einem klaren Willen und einer starken Durchsetzungskraft und beugt als sekundäre Präventionsmassnahme einer gewaltsamen Eskalation von Konfliktsituationen vor.

Lernziele Sekundäre Prävention:

  • Vermeiden von Opfersignalen

  • Abkühlungsstrategien mit Worten

  • Grenzen setzen verbal und mittels Körpersprache

  • Miteinbeziehen der Umgebung, Hilfe holen, Rapporttieren

Tertiäre Prävention – mit Selbstverteidigung Gewalt stoppen

In jenen Gewaltsituationen wo die eigene körperliche und psychische Integrität angegriffen wird, gilt es diese im Sinne der Notwehr zu schützen. Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren. Bewährte Selbstverteidigungstechniken kommen dabei entschlossen und unverzüglich zur Anwendung. Der Selbstschutz und die Schadensbegrenzung sind die beiden wichtigsten Ziele dieser tertiären Präventionsmassnahme. Diese werden angestrebt, indem der Angreifende rasch möglichst ausser Gefecht gesetzt wird.

Lernziele Sekundäre Prävention:

  • Willenskraft in einer Kampfsituazion

  • Umgang mit Angst

  • Schmerzfreie, Schmerzarme Befreiungen

  • Wirkungsvolles Schlagen

  • Ich bin einfach, direkt und explosiv


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